GRAFIK
Man sagt ja, die PS3 ist eine HD-Konsole. Da würde BF1943 dazu passen, schliesslich hat sie eine Auflösung von 720p (HD-Ready). Aber warum sieht das Spiel nicht HD-mässig aus? Denn die Grafik ist total veraltet, dass sie eher einem PC Game aus dem Jahre 2002 ähnelt. Feuer sieht wie unechtes, rotes Lich aus, das Gras ist als solches nicht mehr zu bezeichnen und die Wassereffekte sind ein Witz. Zudem ist so ziemlich alles verpixelt was einem vor die Augen kommt. Nichts sieht von Nahem (und damit meine ich 10-20 Meter (!)) wirklich scharf aus. Ausserdem haben Verbündete und Gegner quadratische Schädel. Dazu kommt, dass ist die Landschaft sehr unlieb design worden. Klar gibt es hin und wieder Bäume, die man umhauen kann, trotzdem kommt man nie wirklich auf die Idee, dass man im Pazifk ist, weil man z.B. nie einen Vogel hört, oder weil es zuwenig Vegetation hat. Deshalb hatte ich nicht selten das Gefühl, dass ich gerade Battlefield Heroes spiele. Denn von der Grafik her, sind sich die beiden Spiele erschreckend ähnlich. Einen Trost gibt es dennoch. Wenn man mehrere Partie spielt, achtet man grösstenteils nicht mehr so sehr auf die Grafik. Trotzdem lassen sich die groben Verpixelungen auch nach dem 20sten Match nicht übersehen.
GAMEPLAY
Der grösste Negativ-Punkt der mir zum Gameplay einfällt ist die Fahrzeug-Physik. Die war ja schon in BF2 grottenschlecht. Dort viel es aber einem weniger auf, da die Ebene, durch die man fuhr, meistens eben war. In BF1943 ist die Ebene mehrheitlich hügelig. Das führt dazu, dass man über den Jeep vollkommen die Kontrolle verliert, wenn man über einen kleinen Hügel fährt. Ausserdem spicken ein Jeep 20 Meter weit weg, wenn es einen Panzer in der Fahrt berührt. Deshalb muss man beim Fahren gleich doppelt vorsichtig sein, ja nicht von der Strasse abzukommen. Insgesamt ist die Steuerung der Fahrzeug die genau gleich unrealistische wie die von Battlefield Heroes. Also wieder eine Parallele zum gratis Shooter. Soviel zur Steuerung eines Fahrzeugs. Beim Flugzeug sieht das aber besser aus. Solange man aber in der Luft bleibt. In der Luft ist die Steuerung aber relativ einfach und unkomplitziert. Man hat ein Pad für das Nicken und das Gieren und ein Pad für die Querruder. Nach einpaar Flüge hat man den Dreh raus.
Ausserdem kommt mir die Zerstörung der Häuser nicht wie die selbe von BC2 vor. So stürtzen keine Häuer ein, selbst wenn sie keine Mauern mehr habe. Und Bunker und Beton-Wachtürme kriegen auch keinen Krazer ab. Während die Panzerung bei den Häusern sozusagen stärker ist, hat man bei der Panzerung des Tanks abgespeckt. So kriegt ein Panzer schon nach wenigen, normalen Handgranaten einen erheblichen Schaden. Wenn man also mit einem Tank in eine Menge von drei Gegnern hineinfährt, von denen keiner eine Panzerabwehr-Kanone hat, ist man bereits nach 15 Sekunden tot, sofern man nichts unternimmt. Denn jeder Soldat hat Granaten und nach 4-5 von denen gibt der Panzer seinen Geist auf. Zum Vergleich: Man benötig drei gut platzierte Panzerabwehrraketen, damit die gleiche Wirkung erzielt wird. Bis man die abgefeuert hat, dauers locker eine ganze Minute. Und die Panzerabwehrraketen hat noch nicht einmal den gleich grossen Schadesradius einer Granate. Das führt dazu, dass ein Panzer an Wert verliert. Häufig bleiben diese langsamen, schlecht gepanzerten und schwer steuerbaren Fahrzeuge in der Halle unbesetzt. Hier hätte DICE an Balancing arbeiten müssen. Dass sie das nach gut einem Jahr immer noch nicht gemacht hat, ist fragwürdig. Aber auf der anderen Seite hat sich das Game exzellent verkauft, also von dem her ist das doch noch zu verkraften.
INHALT
Der Inhalt ist sehr mager. Und mit sehr meine ich auch sehr! 1 Flugzeug-, 1 Jeep-, 1 Panzertyp und ein gutes halbes Duzend Waffen pro Partei (USA & Japan). Zusammengerechnet mit den drei Inseln und bloss einer einzigen Multiplayer-Mode ergibt das ein sehr dünnes Sandwich. Klar, das Spiel kostet nur 15 Euro. Aber in diesem Titel steckte noch viel Potenzial. So hätte man die Motivation das weiter zuspielen verlängern können, indem man zum Beispiel Waffen freischalten kann. So hat der Rang aber überhaupt keine Bedeutung. Während in BF2 man durch den Rang einen Vorteil hatte Commander zu werden, gibt es hier nichts mehr, womit man mit einem höheren Rang begünstigt wäre. Weil es also egal ist, ob man Rang 20 oder Rang 30 ist und man nichts freischalten kann, hat man bereits nach 20 bis 30 Partien (~10h) so ziemlich alles gesehen. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, wieviele Leute bei DICE wohl für dieses 4 Monats-Projekt mitmachen? Bei dem wintzigen Inhalt rechnet man mit einem Bruchteil der gesamten Belegschaft.
MULTIPLAYER
24 Spieler pro Karte. Mach 12 Spieler pro Partei. Ungewohnt wenig für ein BF-Spiel. Das merkt man selbst während dem Match. Es geht insgesamt nicht schnell vorwärts und es ist nie hektisch. Ausserdem trifft man nur (wenn überhaupt) auf Kontrollpunkte auf Gegner, weil es so dünn besiedelt ist. Dadruch kommt einem nie wirklich Schweiss auf die Strin und die Nerven sind nie wirklich voll angespannt, weil man mitten in der Aktion ist und man von Gegnern umzingelt ist. Das Spieltempo ist insgesamt sogar einwenig langsamer als in Battlefield Heroes. An das von BF2 kommt es meilenweit nicht heran.
FAZIT
Ohne Frage, das Spiel macht Spass. Aber nur am Anfang, wenn man versucht sich zurecht zufinden und man die ersten "Aha"-Momente erlebt. Aber ab 20 Stunden sinkt der Spielspass deutlich. Es sind immer die gleichen drei Inseln, die gleichen 2 Fahrzeug, das gleiche Flugzeug und die gleichen drei Waffen. Einen Anreiz das Spiel nach der 100sten Partie weiterzuspielen gibt es kaum. Kein Wunder also, dass die Server immer dünner besiedelt sind. Trotzdem bekommt man, im Verhältnis zum Preis eine spassige Unterhaltung für Zwischendurch.